
Kibo

Steckbrief
🎂 Geboren
ca. August 2023
📏 Schulterhöhe
ca. 45 cm
👫 Geschlecht
🍼 Kastriert
ja
📍 Standort
⏳ Im Shelter seit
Juli 2025
🤍 Charakter
freundlich, ängstlich, lässt sich aber anfassen, verträglich



Ein vorsichtiges Hallo von mir.
Manchmal frage ich mich, was Menschen als Erstes sehen, wenn sie mich anschauen. Vielleicht mein weiches, flauschiges Fell. Vielleicht meinen sanften Blick. Oder vielleicht den schüchternen kleinen Kerl, der sich dahinter versteckt.
Ich selbst mache mir über mein Aussehen ehrlich gesagt keine Gedanken. Viel wichtiger ist für mich, ob ich einem Menschen vertrauen kann.
Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich noch ein Zuhause. Gemeinsam mit Selena lebte ich bei einem älteren Mann, der sich um uns kümmerte. Doch dann wurde er schwer krank und fiel ins Koma. Von einem Tag auf den anderen änderte sich unser ganzes Leben und wir fanden uns plötzlich im Shelter wieder.
Seitdem fällt es mir schwer, fremden Menschen sofort zu vertrauen. Wenn mir eine Situation zu viel wird, ziehe ich mich lieber zurück und beobachte erst einmal aus sicherer Entfernung.
Als die deutschen Tierschützer mich besuchten, versteckte ich mich hinter meiner Hütte. Dort haben sie mich gefunden. Ich blieb ganz still sitzen und ließ die Berührungen zu. Nach einer Weile war die Leberwurst auf ihrer Hand dann doch zu verlockend und ich fasste meinen Mut zusammen. Vielleicht fühlten sich streichelnde Hände doch gar nicht so schlimm an, wie ich immer gedacht hatte. Genießen konnte ich sie noch nicht. Aber ich habe gemerkt, dass Vertrauen manchmal mit einem ganz kleinen Schritt beginnt.
Ich wünsche mir Menschen mit Geduld, Herz und einem liebevollen Gespür dafür, wann sie mich ermutigen dürfen. Menschen, die mich nicht aufgeben, wenn ich mich anfangs lieber verstecke. Die mich behutsam an die Pfote nehmen, mir Sicherheit schenken und mir zeigen, dass ich die Welt nicht länger mit Sorge betrachten muss. Ich bin mir sicher, dass tief in mir ein fröhlicher, unbeschwerter Hund steckt, der nur darauf wartet, endlich gesehen zu werden.
Mit anderen Hunden verstehe ich mich wunderbar. Sie geben mir Sicherheit und Orientierung. Trotzdem wünsche ich mir von Herzen, dass der Shelter nicht der Ort bleibt, an dem ich alt werde.
Manchmal stelle ich mir vor, wie ich eines Tages in meinem eigenen Garten liege. Die Sonne wärmt mein flauschiges Fell und irgendwo in der Nähe sitzen meine Menschen. Vielleicht rufen sie mich freundlich zu sich. Vielleicht brauche ich einen kleinen Moment. Aber irgendwann stehe ich auf, laufe zu ihnen und merke, dass ich genau dort hingehöre.
Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als noch einmal dazuzugehören. Nicht irgendwann. Sondern hoffentlich schon ganz bald.
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Vielen Dank Ingrid P. für die Patenschaft!
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